Innovationsregion Mitteldeutschland startet Leitbild- und Beteiligungsprozess

08. Februar 2019
Die Innovationsregion Mitteldeutschland hat ihren Leitbild-und Beteiligungsprozess für den Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier gestartet. An dem gestrigen Auftaktworkshop im Weinberg-Campus in Halle (Saale) nahmen über 50 Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft teil.

„Für die erfolgreiche Gestaltung des Strukturwandels im Mitteldeutschen Revier braucht es eine verbindende Klammer, welche die zahlreichen Ideen für Einzelprojekte zu einer Zukunftsvision für die Gestaltung der Region vereint. Über diese Vision und den Weg dorthin muss sich die Region selbst verständigen“, erklärt Werner Bohnenschäfer, Projektleiter der Innovationsregion Mitteldeutschland. „Mit dem jetzt gestarteten Leitbild- und Partizipationsprozess wollen wir die Menschen vor Ort einbinden und für die mit dem Strukturwandel verbundenen Chancen begeistern“, so Werner Bohnenschäfer weiter.

Foto: Werner Bohnenschäfer, Projektleiter Innovationsregion Mitteldeutschland

Im Rahmen des Auftaktworkshops wurden in verschiedenen Diskussions- und Workshop-Formaten erste Impulse für das zukünftige Leitbild der Innovationsregion Mitteldeutschland und die Grundpfeiler für den geplanten Beteiligungsprozess erarbeitet. Dessen Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger im Mitteldeutschen Revier für den Strukturwandel zu sensibilisieren, sie dafür zu begeistern und in Form von adäquaten Beteiligungsformaten einzubinden. So sind ab Sommer 2019 Zukunftswerkstätten in den neun Landkreisen und Städten der Innovationsregion Mitteldeutschland geplant, um lokale Akteure aktiv in den Strukturwandel einzubinden. Die Ergebnisse des Leitbild- und Partizipationsprozesses werden dann 2020 im Rahmen einer Roadshow in der Region präsentiert.

Zu den Teilnehmern des Auftaktworkshops gehörten Vertreter der in der Innovationsregion Mitteldeutschland organisierten Gebietskörperschaften, Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, sowie Branchenetzwerke, Gründungs- und Technologiezentren, Planungsverbände, Marketinggesellschaften, Gewerkschaften, IHK und NGOs.

Über die Innovationsregion Mitteldeutschland

Die Innovationsregion Mitteldeutschland ist ein interkommunaler Zusammenschluss der Landkreise Burgenlandkreis, Altenburger Land, Anhalt-Bitterfeld, Leipzig, Mansfeld-Südharz, Nordsachsen und Saalekreis sowie der Städte Halle (Saale) und Leipzig. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung von Strategien und Projekten für Innovation und Wertschöpfung, die in einem Masterplan für den Strukturwandel des Mitteldeutschen Braunkohlereviers münden. Als Abwicklungspartner und Zuwendungsempfänger ist der Burgenlandkreis für die fördermitteltechnische Abwicklung des Vorhabens zuständig. Regionalpartner und damit verantwortlich für das inhaltliche Projektmanagement ist die Metropolregion Mitteldeutschland.

Mehr News

CCUS-Initiative Ostdeutschland: Geschäftsstelle besetzt und neue Webseite online

Die CCUS-Initiative Ostdeutschland baut ihre Strukturen weiter aus. Seit dem 1. Juli hat Johannes Wege die Projektleitung übernommen. Er verantwortet künftig gemeinsam mit Projektmanager Rick Wiedersberg den organisatorischen Aufbau sowie die strategische und inhaltliche Weiterentwicklung. Im Zuge des Aufbaus der Geschäftsstelle wurde auch die Webseite umfassend überarbeitet. Sie dient nun als zentrale Informations- und Vernetzungsplattform rund um Carbon Capture, Utilization and Storage (CCUS).

Strohelemente: Nachhaltiges Bauen mit regionalem Rohstoff

Stroh als Baustoff? Was zunächst ungewöhnlich klingt, könnte künftig einen wichtigen Beitrag zum klimafreundlichen Bauen leisten. Das durch UNTERNEHMEN REVIER geförderte Projekt „Strohelemente“ zeigt, wie nachhaltiges Bauen künftig aussehen kann: Statt energieintensiver Baustoffe kommen vorgefertigte Wandelemente aus Stroh zum Einsatz. Der nachwachsende Rohstoff ist regional verfügbar, recycelbar und speichert CO₂.