Große Resonanz beim Ideenwettbewerb REVIEPIONIER: Über 300 Ideen für den Strukturwandel eingereicht

13. März 2023
Im ersten Wettbewerbsjahr stößt der Ideenwettbewerb REVIERPIONIER, von Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt ins Leben gerufen, auf große Resonanz in der Bevölkerung sowie bei zivilgesellschaftlichen Akteuren. Insgesamt wurden über 300 Projektideen für die Strukturentwicklung im sachsen-anhaltischen Revier eingereicht.

Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, erklärt: „Ich möchte mich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre zahlreichen Ideen für einen erfolgreichen Transformationsprozess bedanken. Jeder Einzelne kann mit seiner Idee etwas bewegen und die Zukunft im Revier erfolgreich mitgestalten. Ich freue mich schon darauf, die Preisträgerinnen und Preisträger bei unserer Festveranstaltung im September persönlich kennenzulernen.“

Foto: Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff |

Dr. Jürgen Ude, Staatssekretär für Strukturwandel, ergänzt: „In der Kategorie REVIERGESTALTEN haben wir knapp 200 und damit die meisten Einreichungen erhalten. Das freut mich besonders, da in dieser Kategorie die Gemeinschaft, das soziale Engagement und das Bewusstsein für eine nachhaltige Zukunft im Vordergrund stehen.“

Foto: Staatssekretär Dr. Jürgen Ude |

In der Kategorie für und von Kindern und Jugendlichen, ZUKUNFT-GESTALTEN, wurden insgesamt über 90 Projektideen eingereicht. Die Kategorie GRÜNDERGESTALTEN verzeichnete während des sechs­wöchigen Bewerbungszeitraumes 25 Geschäftsideen.  

„Wir freuen uns über die vielfältigen Projekte und die große Resonanz auf den REVIERPIONIER. Die Einreichungen zeugen vom Ideenreichtum und dem Gestaltungswillen der Zivilgesellschaft im sachsen-anhaltischen Kohlerevier. Die Menschen vor Ort wissen genau, wie sie ihre Region zu­kunftsfähig gestalten und sich aktiv am Strukturwandel beteiligen möchten“, so Projektleiterin Annett Kautz von der Metropolregion Mittel­deutschland.

Foto: Annett Kautz |

Eine breit aufgestellte Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Gebiets­körperschaften, von Jugendorganisationen, der Wirtschaft und der Gewerkschaften, der Schulen und Hochschulen, der IHK, der Kultur, der Ehrenamtlichen und der Landesregierung sowie weiterer wichtiger zivil­gesellschaftlicher Akteure wählt die auszeichnungswürdigen Wett­bewerbsbeiträge in den kommenden Wochen aus. Die Bekanntgabe der Preisträgerinnen und Preisträger sowie die Auszahlung der Preisgelder erfolgt im Juni. Auf der feierlichen Preisverleihung im September werden alle prämierten Projekte ausgezeichnet.

Zum Hintergrund des Wettbewerbs

Das Land Sachsen-Anhalt ruft alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, gemeinnützigen Institutionen sowie Schulen und Kitas in den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld, Burgenlandkreis, Mansfeld-Südharz, Saalekreis und der Stadt Halle (Saale) auf, als REVIERPIONIERE den Strukturwandel in der Region miteinander zu gestalten. Für die Umsetzung lokaler Projektideen stehen jährlich Preisgelder in Höhe von 1 Million Euro zur Verfügung.

Der Wettbewerb wird im Rahmen des Förderprogramms „Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten – STARK“ gefördert.

Die Umsetzung des Ideenwettbewerbs erfolgt über die Europäische Me­tropolregion Mitteldeutschland (EMMD). Im länderübergreifenden EMMD-Netzwerk engagieren sich strukturbestimmende Unternehmen, Städte und Landkreise, Kammern und Verbände sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Für den Ideenwettbewerb koordiniert das Aufbauwerk Region Leipzig die Auszahlung der Preisgelder.

Mehr News

CCUS-Initiative Ostdeutschland: Geschäftsstelle besetzt und neue Webseite online

Die CCUS-Initiative Ostdeutschland baut ihre Strukturen weiter aus. Seit dem 1. Juli hat Johannes Wege die Projektleitung übernommen. Er verantwortet künftig gemeinsam mit Projektmanager Rick Wiedersberg den organisatorischen Aufbau sowie die strategische und inhaltliche Weiterentwicklung. Im Zuge des Aufbaus der Geschäftsstelle wurde auch die Webseite umfassend überarbeitet. Sie dient nun als zentrale Informations- und Vernetzungsplattform rund um Carbon Capture, Utilization and Storage (CCUS).

Strohelemente: Nachhaltiges Bauen mit regionalem Rohstoff

Stroh als Baustoff? Was zunächst ungewöhnlich klingt, könnte künftig einen wichtigen Beitrag zum klimafreundlichen Bauen leisten. Das durch UNTERNEHMEN REVIER geförderte Projekt „Strohelemente“ zeigt, wie nachhaltiges Bauen künftig aussehen kann: Statt energieintensiver Baustoffe kommen vorgefertigte Wandelemente aus Stroh zum Einsatz. Der nachwachsende Rohstoff ist regional verfügbar, recycelbar und speichert CO₂.