HYPOS veröffentlicht Positionspapier zur Nationalen Wasserstoffstrategie

02. Juli 2020
Das Wasserstoffnetzwerk HYPOS bewertet die erst kürzlich verabschiedete Nationale Wasserstoffstrategie der Bundesregierung als einen Meilenstein und als wichtiges Aufbruchssignal für eine Grüne Wasserstoffwirtschaft. Gleichzeitig gebe es aber in einigen Punkten noch Verbesserungspotenzial.

,Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie kann eine Umsetzung der Ergebnisse aus den 32 HYPOS-Forschungsprojekten gelingen und ein kommerzieller Markt für Wasserstofftechnologien entstehen. So trägt Wasserstoff nicht nur zum Gelingen der Energiewende bei, sondern wird auch Wirtschaftsfaktor für die mitteldeutsche Region und darüber hinaus sein“, kommentiert Dr. Joachim Wicke, Vorstandsvorsitzender des HYPOS e.V., die Bedeutung der der Strategie für die HYPOS-Partner.

Foto: Dr. Joachim Wicke, Vorstandsvorsitzender des HYPOS e.V.

Ziel der Wasserstoffstrategie der Bundesregierung ist es, Deutschland zum weltweit führenden Ausrüster für moderne Wasserstofftechnologien zu machen. Mit insgesamt neun Milliarden Euro will die Bundesregierung den Energieträger markt- und wettbewerbsfähig machen. Insgesamt 38 Maßnahmen bilden einen Aktionsplan, der bis 2023 umgesetzt werden soll. Darin enthalten sind erstmals quantitative Zielvorgaben für den Ausbau der Elektrolyseleistung. So sollen bis 2030 fünf Gigawatt und bis 2035 weitere fünf Gigawatt installiert werden.

HYPOS und seine Mitglieder bewerten dies als dringlich ersehntes Signal für Unternehmen, weiter in Wasserstofftechnologien zu investieren. Auch wird das das Bekenntnis der Bundesregierung zum Grünen Wasserstoff und somit zum Klimaschutz ausdrücklich begrüßt. Nachbesserungsbedarf sieht das Netzwerk in der Besetzung des Nationalen Wasserstoffrates. Zwar ist eine Einrichtung dauerhafter Governancestrukturen grundlegend positiv zu bewerten, doch finden sich in dem Vorschlag der 26 Mitglieder des Beratungsgremiums, keinerlei Branchenvertreter des Klein- und Mittelstandes, Vertreter der Gas- oder Wasserstoffverbände oder Fachjuristen. Der HYPOS e.V. fordert die Bundesregierung deshalb auf, mit dem angekündigten Plattformformat eine konstante Beteiligung der Wasserstoffinitiativen zu ermöglichen, um regionales und lokales Wissen effektiv einzubinden.

Seit 2013 erforschen HYPOS und seine Partner in 32 Forschungsprojekten die vollständige Wertschöpfungskette von Grünem Wasserstoff inklusive der Querschnittsthemen Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz. Weshalb das Wasserstoffnetzwerk der Bundesregierung seine Unterstützung bei der Konkretisierung und Umsetzung der Maßnahmen anbietet, um eine rasche operative Umsetzung zu ermöglichen. Mit einer Informations- und Wissensvermittlung gelingt es weiter Vertrauen in die Technologien zu stärken und von den Potenzialen zu überzeugen.

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