Studie „Fachkräfteentwicklung 2025+“ gestartet

22. Januar 2021
Am Mittwoch dieser Woche kam die Lenkungsgruppe „Fachkräfteentwicklung 2025+“ online zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Das Gremium begleitet die gleichnamige GRW-Studie im Rahmen des Projektes „Innovationsregion Mitteldeutschland“, die neue Lösungsansätze für die zukünftige Fachkräfteentwicklung aufzeigen soll.

„Die moderne Arbeitswelt und ihre Berufsbilder sind einem ständigen Wandel unterworfen. Aus diesem Veränderungsprozess entstehen neue Anforderungen an die Konzeption von Bildungsangeboten, von der Grundschule bis zur beruflichen Aus- und Weiterbildung“, erklärt Thomas Büschel, Geschäftsführer der TÜV Akademie GmbH Unternehmensgruppe TÜV Thüringen sowie Aufsichtsratsmitglied und Leiter der Arbeitsgruppe „Demografie und Bildung“ der Metropolregion Mitteldeutschland. „Mitteldeutschland steht durch den Kohleausstieg und den damit verbundenen Strukturwandel dabei vor besonderen Herausforderungen. Mit der jetzt gestarteten Studie „Fachkräfteentwicklung 2025+“ wollen wir praxisnahe und konkrete Lösungsansätze für die bessere Abstimmung des zukünftigen Fachkräftebedarfs der Wirtschaft und der regionalen Bildungsangebote entwickeln. Unser Ziel ist es, neue berufliche Perspektiven für die Bewohner der Region aufzuzeigen und gleichzeitig Impulse für innovative Wertschöpfung und Geschäftsfelder in den mitteldeutschen Unternehmen setzen“, so Thomas Büschel weiter.

Dazu wird die von der Prognos AG und der index Gruppe durchgeführte Studie „Fachkräfteentwicklung 2025+“ in mehreren Arbeitspaketen die aktuelle Situation auf dem Fachkräftemarkt und die regionalen Strukturen, Projekte und Initiativen im Bereich der Fachkräftesicherung und -entwicklung untersuchen. Dazu gehören unter anderem die Analyse der Stellenangebote regionaler Unternehmen, Fachinterviews mit rund 30 regionalen Experten, eine Befragung regionaler Arbeitgeber sowie eine Stärken-Schwächen-Analyse bestehender Aus- und Weiterbildungsstrukturen und -angebote. Auf dieser Basis wird eine Prognose zum zukünftigen Fachkräftebedarf im Mitteldeutschen Revier erstellt. Darüber hinaus wird die Untersuchung neue strategische Ansätze und Instrumente für die Schließung sich abzeichnender Bedarfslücken entwickeln. Zentrales Ziel der Studie ist die langfristige Absicherung des Fachkräftebedarfs der regionalen Unternehmen. Ein Augenmerk liegt dabei auch auf der Entwicklung von Organisationsmodellen für eine dezentrale Fachkräfteentwicklung in ländlichen Teilregionen.

Aufgaben der jetzt ins Leben gerufenen Lenkungsgruppe sind die fachliche Beratung und Begleitung der Studie, die Unterstützung bei der Einbindung regionaler Experten und Institutionen sowie der Wissenstransfer in die Region. Ihr gehören u.a. Vertreter der Agentur für Arbeit, der mitteldeutschen Kammern, der zuständigen Fachministerien aus Sachsen und Sachsen-Anhalt, der regionalen Fachkräfteallianzen und -agenturen, des Kooperationspartners Deutsches Jugendinstitut, der Universität Leipzig und der neun im Strukturwandelprojekt „Innovationsregion Mitteldeutschland“ zusammenarbeitenden Gebietskörperschaften an.

Erste Zwischenergebnisse der Fachkräftestudie sollen jeweils bereits Ende Februar und Ende März der Lenkungsgruppe vorgestellt werden. Diese werden dann in Online-Beteiligungsformaten und Workshops mit regionalen Akteuren diskutiert und weiterentwickelt. Die komplette Studie wird im 3. Quartal 2021 vorliegen. Die Studie „„Fachkräfteentwicklung 2025+“ ist eine von rund 25 geplanten oder bereits laufenden regionalwirtschaftlichen Untersuchungen des Strukturwandelprojektes „Innovationsregion Mitteldeutschland“. In dessen Rahmen entwickelt die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland gemeinsam mit den Landkreisen Altenburger Land, Anhalt-Bitterfeld, Burgenlandkreis, Leipzig, Mansfeld-Südharz, Nordsachsen und Saalekreis und den Städten Halle (Saale) und Leipzig neue Strategien und Projekte für Innovation und Wertschöpfung, um den Strukturwandel in der Region aktiv zu gestalten. Das Vorhaben wird im Rahmen der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) durch den Bund, den Freistaat Sachsen, das Land Sachsen-Anhalt und den Freistaat Thüringen gefördert.

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