Vom sächsischen Städte-Netzwerk zur länderübergreifenden Aktionsplattform: Die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland feiert ihren 10. Geburtstag

18. März 2024
Am 18. März 2014 schlossen sich das damalige Städtenetzwerk „Metropolregion Mitteldeutschland“ und die „Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland“ zur Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland (EMMD) zusammen. Zehn Jahre später ist das länderübergreifende Netzwerk mit 86 Mitgliedern aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu einem wichtigen Akteur der Regionalentwicklung in Mitteldeutschland geworden.

„Vor zehn Jahren haben wir mit der Partnerschaft von privater Wirtschaft und öffentlicher Hand unter einem gemeinsamen Dach eine neue Etappe der Kooperation in Mitteldeutschland eröffnet. Seitdem hat sich die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland als länderübergreifende Aktionsplattform der Region und wichtiger Partner der Landes- und Regionalpolitik in den zentralen Zukunftsfeldern zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt“, betont ihr 1. Vorsitzender und Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung.

Foto: Oberbürgermeister Burkhard | © Stadt Leipzig

Mit ihrem Wasserstoffnetzwerk HYPOS, mehreren Studien zu einem regionalen Wasserstoff-Verteilnetz in Mitteldeutschland und dem Mitteldeutschen Wasserstoffkongress treibt die EMMD den Aufbau einer Grünen Wasserstoffwirtschaft in der Region voran. Im Strukturwandel hat sich die Metropolregion Mitteldeutschland mit der Umsetzung des Bundesmodellvorhaben UNTERNEHMEN REVIER und des Ideenwettbewerbs REVIERPIONIER des Landes Sachsen-Anhalt sowie mit der repräsentativen Bevölkerungsumfrage Mitteldeutschland-Monitor als wichtiger Partner der Länder und Gebietskörperschaften des Mitteldeutschen Reviers etabliert. Darüber hinaus organisiert die EMMD unter anderem den Mitteldeutschen Gemeinschaftsstand auf der Gewerbeimmobilienmesse EXPO REAL und fördert mit dem IQ Innovationspreis Mitteldeutschland Innovationen aus der Region. In den rund ein Dutzend Arbeits- und Projektgruppen arbeiten zahlreiche Akteure aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eng zusammen. Neben ihrer zentralen Funktion als länderübergreifende Aktions- und Vernetzungsplattform wurden durch die Aktivitäten der EMMD in den vergangenen zehn Jahren rund 85 Millionen Euro an Projektbudgets, Fördermitteln und Preisgeldern für die Region eingeworben.

Die Geschichte der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland beginnt im Jahr 1994, als die „Europäische Cityregion Sachsendreieck“, welche die Städte Leipzig, Chemnitz, Zwickau und Dresden umfasste, im sächsischen Landesentwicklungsplan benannt wird. Drei Jahre später wurde das um Halle (Saale) erweiterte Städtenetzwerk „Halle/Leipzig-Sachsendreieck“ als siebte Europäische Metropolregion in Deutschland von der Ministerkonferenz für Raumordnung anerkannt. In den Folgejahren traten weitere Städte, darunter Gera, Dessau-Roßlau und Jena dem Verbund bei, der ab 2009 als „Metropolregion Mitteldeutschland“ auftrat. Parallel gründeten strukturbestimmende Unternehmen am 6. April 2000 den „Verein zur Förderung des Regionenmarketings für Mitteldeutschland“ mit dem Ziel einer länderübergreifenden Entwicklung und Vermarktung des Standortes Mitteldeutschland. Zu den Gründungsmitgliedern des Netzwerks, das ab 2005 als „Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland“ firmierte, gehörten unter anderem DOW, TOTAL Mitteldeutschland, der Flughafen Leipzig/Halle, VNG und envia Mitteldeutschland.

Zehn Jahre nach dem Zusammenschluss beider Initiativen engagieren sich 86 Mitglieder aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland, darunter 57 strukturbestimmende Unternehmen, sieben Städte und acht Landkreise, zehn Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie vier Kammern und Verbände. Die Arbeit der EMMD wird darüber hinaus von den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unterstützt.

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